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09.08.17 07:43 Alter: 107 Tag(e)

Projekt zur Prävention von Cannabis – Missbrauch

Bereich: Suchthilfe-AWO-MK

 

Cannabis ist die illegale Droge, zu der die meisten Jugendlichen Zugang haben. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben bereits 9,7% der Jugendlichen zwischen 12 und 17 jährigen Cannabiserfahrungen (Drogenaffinitätsstudie BZgA 2015). Die gesellschaftliche Diskussion um „Freigabe“ bzw. die Entscheidung zur Zulassung von Cannabis als Medikament, haben den Trend zum Probierkonsum bei Jugendlichen sicher noch befeuert.

Die Fachstelle für Suchtprävention der AWO - MKK ist in diesem Zusammenhang immer wieder nach Projekten für Schulen oder Jugendhilfeeinrichtungen angefragt worden, ebenso wurde dies im Kontakt mit den Beratungslehrkräften für Suchtprävention und Drogenfragen thematisiert.

Aus diesen Bedarfen haben wir nun ein Projekt entwickelt, das in allen Schulformen ab der 8. Jahrgangsstufe  gut eingesetzt werden kann. Wir haben dieses Projekt bereits im Jahr 2016 und 2017 an mehreren Schulen  durchgeführt – unsere Erfahrungen und die Rückmeldungen der Schüler und Schülerinnen waren durchweg positiv.

Projektskizze

Das Projekt umfasst 3 Schulstunden, die in der Regel von den Mitarbeitern der Fachstelle für Suchtprävention alleine, das heißt ohne Anwesenheit der Lehrkraft, durchgeführt werden. Die Mitarbeiter/innen der Fachstelle können sich auf ihre gesetzliche Schweigepflicht berufen und sind deshalb für die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen vertrauenswürdig, es fällt den Jugendlichen leichter sich zu öffnen und in einen ehrlichen Austausch zu treten. Die Basis des Projektes und der pädagogischen Haltung der Multiplikatoren, ist der Risikokompetenzansatz – bei dem es darum geht, Jugendlichen Informationen, Fakten und Haltungen zu vermitteln, die Grundlagen einer eigenen vernünftigen Handlung im Entscheidungsfall sind.

Als Methoden kommen Haltungsabfragen (Soziogramm), Gruppenarbeiten mit anschließender Plenumspräsentation (Peeransatz) sowie verschiedene Methoden der kritischen Selbstreflexion zum Einsatz. Erarbeitet werden dabei die Wirkungen und Risiken von Cannabiskonsum, die derzeitige rechtliche Situation und die Folgen bezüglich Schule/ Ausbildung, soziales Umfeld und Straßenverkehr/ Führerscheinerwerb. Da das Projekt in allen Schulformen platziert werden soll, ist es uns wichtig, verschiedene Arbeitsblätter und Übungen vorzuhalten, die das jeweilige Leistungsspektrum der Jugendlichen  berücksichtigt. Daher sind mehrere Alternativübungen im Manual vorhanden. Dies ermöglicht auch eine weitgehende Flexibilität was die Projektdauer betrifft. Die Materialien und Arbeitsblätter, die zum Einsatz kommen, sind alle in einer Cannabis - Methodentasche (salopp „Kifferkoffer“) zusammengetragen, ebenso einige Basisinformationen.

Die Methodentasche kann auch nach vorheriger Schulung durch die Fachstelle für Suchtprävention gegen Pfand und Schutzgebühr ausgeliehen werden, falls das Projekt von Lehrkräften oder den Mitarbeitern der Schulsozialarbeit selbstständig durchgeführt werden soll.

Kontakt und Information:

Dagmar Wieland, Fachstelle für Suchtprävention der AWO,
Berliner Str. 45, 63571 Gelnhausen, Tel.: 06051-915588-4,
Mail: wieland.awo-praevention@ecos.net

Inhalt der Cannabis Methodentasche (Kifferkoffer)

  • 1 Ordner mit Arbeitsblättern/ Kopiervorlagen
  • Suchtverlauf 6 Karten (in der Mappe)
  • 12 Fallkarten (in der Mappe)
  • Kifferquartett von Drogisto  44 Karten
  • USB- Stick mit Präsentation: Drogen im Gehirn
  • „Riesenjoint“ aus Papier (optional)
  • 1 Paket Eddinge
  • Infobroschüren

 
 
Rufen Sie uns an: 06051 - 91 55 88 - 0